Entspannung

in Bewegung und Ton

 

Eine Definition von Gesundheit ist Ausgeglichenheit: Körperlich im harmonischen Zusammenspiel aller Zellen und Organsysteme, sowie der Informationssysteme von Hormonen, Blutkreislauf und Nerven.

Das harmonische Zusammenspiel innerhalb des autonomen Nervensystems von Sympathikus und Parasympatikus sorgt für einen adäquaten Wechsel von Aktion und Ruhe.

Gerade das autonome Nervensystem wird sehr stark von den Emotionen beeinflusst.

Im Schul-Alltag ist das eine allzu bekannte Situation: Ein Kind hört bestimmte Reizworte oder wird –oft eben doch nur aus Versehen- geschubst oder gestoßen, und sofort reagiert es mit Angriff (autonome Reaktion des Sympathikus).

Und wie schwer ist es für die Lehrer und Erziehenden, das Kind dazu zu bringen, zwischen die Ursache und die Angriffs-Reaktion eine großhirngesteuerte Aktivität ( Nachdenken, Nachfragen, ..., NICHT REAGIEREN) des zentralen Nervensystems zu installieren.

 

Durch meditative Übungen im Sitzen, Liegen, im Stehen und in der Bewegung lernen die Kinder, ihren Körper und ihre Emotionen bewusst wahrzunehmen. Durch ausgleichende Bewegungen in der Art des Qi Gong, wird die Koordination von Körper, Geist und Emotionen verbessert, Schwächen werden gestärkt und überschießende Re-Aktionen werden in den Fluss der Energien integriert.

Die Aufmerksamkeit der Kinder wird über musikalische Elemente im Raum und im Körper gehalten. Sei es durch Klangschalen, Becken, Gong, oder vor allem auch durch die eigene Stimme.

Einige Übungen kommen aus dem Bereich der Klang-Massage, wo Klangschalen auf den Körper aufgelegt oder im Raum gespielt werden. Der Klang und die Vibration durchdringen  Körper und Geist und lösen dort meist alte festgefahrene Muster, die sich in der klingenden-schwingenden Gegenwart nicht mehr halten können.

Andere Übungen kommen aus dem Kiai Jin Jitsu, einer Zusammenstellung von Methoden zum Heilen mit Tönen.

Hierzu gehört die Stimm-Meridian-Massage, bei der die Kinder im Liegen (die Kleidung wird dabei anbehalten) mit bestimmten Tönen und Massagetechniken massiert werden bzw. sich unter Anleitung gegenseitig massieren können.

Eine andere Übung ist die Ton-Energie-Meditation, bei der im Sitzen verschiedene Töne und Laute auf verschiedene Weise erzeugt werden. Sie sollen die verschiedenen Organsysteme im Körper und die damit verbundenen Emotionen ausbalancieren.

Das Ton-Qi Gong besteht aus verschiedenen Bewegungsfolgen für alle Körperteile in alle Richtungen mit den dazugehörenden Tönen und Lauten. Dadurch entsteht eine perfekte Körperkontrolle. Über die Töne und Laute verankert sich das Geschehen bis in die Zellen, die besser durchblutet und mit Nährstoffen versorgt werden, und bis in die geistig-emotionalen Ebenen, die wacher, leichter und ausgeglichener werden.

 

Die Übungen machen sehr viel Spaß und fördern den positiven Umgang miteinander.

 

 

Für das Projekt wird ein größerer Raum und Decken oder andere Liegeunterlagen benötigt.